Funktion, Funktion 6 – EUCHNER CES-I-AR-U-C04 (Unicode) Benutzerhandbuch

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Betriebsanleitung Sicherheitsschalter CES-I-AR-U-C04

6

Funktion

Das Gerät erfüllt folgende Sicherheitsanforderungen:

Ì

Steuerungskategorie 4, PLe nach EN ISO 13849-1

Ì

Redundanter Aufbau der Schaltung im Gerät mit Selbstüberwachung

Ì

Die Sicherheitsfunktion bleibt dadurch auch bei Ausfall eines internen Bauteils

wirksam

Ì

Der Schaltzustand der Halbleiterausgänge wird ständig intern überprüft

Ì

Querschluss-Erkennung an den Sicherheitsausgängen durch getaktete Signale

Es gilt folgende Einschaltbedingung für die Sicherheitsausgänge FO1A und FO1B

(siehe auch Systemzustandstabelle und Abschnitt Typische Systemzeiten):

Ì

Schutzeinrichtung geschlossen

Ì

Beide Sicherheitseingänge FI1A und FI1B müssen eingeschaltet sein.

Das CES-System besteht aus folgenden Komponenten: codierter Betätiger (Trans-

ponder) und Schalter.
Jeder ausgelieferte EUCHNER Betätiger besitzt eine elektronische Codierung

(Unikatcodierung), die vom Lesekopf ausgelesen wird. Nur wenn eine korrekte

Codierung erkannt wird, akzeptiert das System den Betätiger. Der Code eines

Betätigers kann nicht umprogrammiert werden.
Damit ein Betätiger vom System erkannt wird, muss er dem Sicherheitsschalter

durch einen Lernvorgang zugeordnet werden. Durch diese eindeutige Zuordnung

wird eine besonders hohe Manipulationssicherheit erreicht.
Der Sicherheitsschalter wird an dem feststehenden Teil der Schutzeinrichtung

befestigt.
Der am beweglichen Teil der Schutzeinrichtung angebrachte Betätiger wird beim

Schließen der Tür an den im Sicherheitsschalter untergebrachten Lesekopf he-

rangeführt. Beim Erreichen des Einschaltabstandes erfolgt über den Lesekopf

die Spannungsversorgung per Induktion zum Betätiger und die Datenübertragung

kann erfolgen.
Das eingelesene Bitmuster wird mit dem gespeicherten Code im Sicherheitsschalter

verglichen, bei Übereinstimmung der Daten erfolgt die Freigabe der Sicherheits-

ausgänge. Unabhängig von den Sicherheitsausgängen, schaltet der Meldeausgang

OD ein, sobald der Betätiger im Ansprechbereich ist.
Durch die dynamische Abfrage des Betätigers und durch den redundanten, diver-

sitären Aufbau der Sicherheitselektronik in Verbindung mit zwei rückgelesenen

Sicherheitsausgängen geht der Sicherheitsschalter bei jedem erkennbaren Fehler

in den sicheren Zustand über.
Beim Öffnen der Schutzeinrichtung schalten die Sicherheitsausgänge den Si-

cherheitskreis ab und der Meldeausgang OD wird abgeschaltet. Der Zustand der

Sicherheitsausgänge wird intern durch zwei Mikroprozessoren überwacht.
Wenn Fehler erkannt werden, wird der Sicherheitskreis abgeschaltet und die DIA

LED leuchtet. Bei Geräten, die über einen Meldeausgang OI verfügen, wird dieser

eingeschaltet.
Die Schaltung im Sicherheitsschalter ist redundant mit Selbstüberwachung aufgebaut.

Dadurch bleibt die Sicherheitseinrichtung auch bei Ausfall eines Bauteils wirksam.
Das System ist so ausgelegt, dass Fehler nicht zum Verlust der Sicherheitsfunk-

tion führen. Durch eine zyklische Selbstüberwachung werden auftretende Fehler

spätestens bei der nächsten Anforderung die Sicherheitsausgänge zu schalten

(z. B. beim Start), erkannt.

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