Flowserve GB Dual Gas Barrier for Pumps Benutzerhandbuch
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Gasgesperrte Gleitringdichtungen für Pumpen - Montage- und Wartungsanleitung für Maschinenbauteile
Die Dichtoberflächen werden bei rotierender Welle durch den Gasdichtfilm
voneinander getrennt und arbeiten unter diesen Bedingungen nahezu kontakt-
und verschleißfrei.
1.3 Explosionsschutz
Die Gleitringdichtung wird als ein Maschinenelement angesehen. Maschinen-
elemente sind von den Bestimmungen der Richtlinie 94/9/EG ausgenommen
(Produktleitfaden ATEX 95), da sie als integrale Bestandteile einer größeren
Maschine (Pumpe, Rührwerk) gelten. Das wurde sowohl vom Ständigen
ATEX-Ausschuss der EG als auch von der European Sealing Association (ESA)
bestätigt. Auf folgende Websites wird verwiesen:
Ständiger ATEX-Ausschuss der EG: http://ec.europa.eu/enterprise/atex/rotating.htm
ESA-Stellungnahme: http://www.europeansealing.com/statements.html
Für Anwendungen, die Daten über die erwarteten Oberflächentemperaturen der
Gleitkörper erfordern, ist auf Anfrage das Flowserve-Dokument “Information
/ Erklärung zu ATEX 17” erhältlich. Dieses Dokument ermöglicht den
Anwendern die Bestimmung typischer Oberflächentemperaturen aufgrund der
Dichtungsauslegung, der Betriebsbedingungen und der Gleitkörper-Werkstoffe.
Den Anwendern kann es dabei behilflich sein, die Richtlinie ATEX 1999/92/EG
(ATEX 17) einzuhalten.
1.4 Funktionsvoraussetzungen
Die ordnungsgemäße Funktion der Gleitringdichtung wird nur erreicht, wenn
folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
• Gemäß Spezifikation geläppte Dichtflächen
• Rechtwinkligkeit und Konzentrizität der Welle zur Stirnseite des
Dichtungsraums bzw. der Bohrung
• Freie axiale Federbeweglichkeit der befederten Einheit (des Gleitrings)
• Axiale und radiale Arbeitsbewegung der Welle innerhalb der Toleranzen von
Flowserve bzw. des Erstausrüsters (je nach dem, welche enger sind)
• Die Dichtung wird für die Einsatzbedingungen verwendet, für die sie ausge-
wählt wurde
• Die Anlage mit der/den eingebauten Dichtung/en wird im Rahmen der nor-
malen Parameter betrieben (keine Kavitation, zu starken Schwingungen
usw.)
• Belagbildung auf den Oberflächen der Wellen bzw. Wellenhülsen durch z.B.
Kristallisation, Polymerisation ist auszuschließen
• Dauerhafter Gasfilm zwischen den Dichtflächen.