Mittelwertbildung, Log-stromschleifenausgang – GF Signet 9900 Transmitter Benutzerhandbuch

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9900 Transmitter

KEINE MITTELWERTBILDUNG, KEINE EMPFINDLICHKEIT

Bei einer Einstellung der EMPFINDLICHKEIT auf 0 (Null) und einer Einstellung der MITTELWERTBILDUNG auf OFF (Aus,

0 Sekunden) kann der 9900 sofort auf jede Schwankung im Prozess ansprechen. Die gestrichelte rote Linie repräsentiert die
tatsächliche Messung des Sensors bei variierenden Bedingungen.

NUR MITTELWERTBILDUNG

Bei einer Einstellung der EMPFINDLICHKEIT auf 0 und einer Einstellung der MITTELWERTBILDUNG auf MED (Mittel) oder

HIGH (Hoch) ist die Rate zwar stabilisiert, eine rapide Änderung in der Rate wird jedoch 8 bis 32 Sekunden oder länger nicht
angezeigt.

MITTELWERTBILDUNG UND EMPFINDLICHKEIT

Bei einer Einstellung der EMPFINDLICHKEIT auf 50 und einer Einstellung der MITTELWERTBILDUNG auf MED (Mittel) oder

HIGH (Hoch) ist die Rate stabilisiert und eine plötzliche Schwankung im Prozess wird sehr schnell wiedergegeben. HINWEIS: Die
Funktion EMPFINDLICHKEIT gilt nur für DURCHFLUSS. Die Funktion EMPFINDLICHKEIT hat keinen Effekt, wenn die Funktion
MITTELWERTBILDUNG auf OFF (Aus) eingestellt ist.

Mittelwertbildung

Anhang

5 s

0 s

10 s

15 s

20 s

25 s

30 s

35 s

Die Mittelwertbildung ist je nach Messtyp
unterschiedlich. Sekunden bis 99,5 % des Endwerts für
Low (Niedrig), Med (Mittel) und High (Hoch) sind:

Sensortyp Niedrig

Mittel

Hoch

Durchfl uss

10

40

120

pH 2

4

12

ORP 2

4

12

Leit-/Widerstands-

fähigkeit

4

6

12

Druck 4

10

30

Füllstand/Volumen 4

10

30

Temperatur 3

10

30

4 bis 20 mA

4

10

30

Salzkonzentration 4

6

12

Bei Leit-/Widerstandsfähigkeitsmessungen kann der logarithmische Modus LOG verwendet werden, wenn ein sehr großer
Messbereich erforderlich ist, aber eine hohe Aufl ösung am unteren Ende benötigt wird, z. B. bei einer Clean-in-Place-
Anwendung, wenn ein Leitfähigkeitsmesswert mit hoher Aufl ösung am unteren Ende erforderlich ist, während ein sehr hoher
Leitfähigkeitsmesswert benötigt wird, wenn ein Reinigungszyklus durchgeführt wird.
Es müssen nur zwei Parameter eingerichtet werden: der Anfangs- oder Basisleitfähigkeitswert (4 mA SETPNT [4-mA-Sollwert])
und der End- oder maximale Leitfähigkeitswert (20 mA SETPNT [20-mA-Sollwert]).
Der 4-mA-Sollwert kann größer als der 20-mA-Sollwert sein (umgekehrter Bereich).

Welche Gleichung sollte in der SPS eingegeben werden?

Leitfähigkeit = 10 × (mA-Eingang – 4) ×

(Log

10

20-mA-Sollwert – Log

10

4-mA-Sollwert)

+ Log

10

4-mA-Sollwert

16

Wenn nur feste Schwellenwerte von Interesse sind, können sie in mA berechnet werden und der mA-Wert kann dann direkt
überprüft werden. Im 9900 wird die folgende Gleichung verwendet:

mA = (Log

10

Leitfähigkeit – Log

10

4-mA-Sollwert) ×

16

+ 4

(Log

10

20-mA-Sollwert – Log

10

4-mA-Sollwert)

Hinweise: Falls ADJUST 4 mA (4 mA anpassen) oder ADJUST 20 mA (20 mA anpassen) verwendet wird, kann der mA-Wert
beinträchtigt werden. Um Probleme zu vermeiden, sollte die Anpassungsfunktion nur verwendet werden, um genau 4,0 und 20,0
an der SPS zu erhalten. Der 9900 ist präzise und die Anpassungsfunktionen werden nur benötigt, um ein Offset aufgrund von
Rauschen oder ungenauer SPS-Eingangskarte auszugleichen.

Der Fehlerwert von 3,6 mA oder 22 mA sollte vor der Anwendung der Leitfähigkeitsgleichung zuerst getestet werden.

LOG-Stromschleifenausgang

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